ZUNGENREDEN  |  Entdecken. Lieben. Anwenden.

I

In der Apostelgeschichte lesen wir fünf weitere Berichte, wie Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden. Bitte lies die jeweiligen Stellen in deiner Bibel nach!

1. Apg. 4,23-31: Ein Lahmer wird durch den Dienst von Petrus und Johannes geheilt. Ausgelöst dadurch bekehren sich Scharen von Menschen. Man versucht, die Jünger mundtot zu machen und verbietet ihnen schlichtweg jedes öffentliche Wirken. Die Gemeinde betet um Mut und Freimütigkeit, das Wort Gottes zu predigen. Alle werden erneut mit dem Heiligen Geist erfüllt, erheben den Namen Jesus und reden das Wort Gottes mit Freimütigkeit. Ein weiteres Ergebnis ist die Gütergemeinschaft der ersten Gemeinde, von der uns in den weiteren Versen danach berichtet wird.

Es war auch in der ersten Gemeinde bekannt, ob jemand „voll des Geistes” war oder nicht. Als man in Apg. 6 die sieben Almosenpfleger bestimmte, war es u. a. ein Kriterium, dass diese Männer voll des Heiligen Geistes sein mussten.

2. Apg. 8,14-25: Hier wird uns berichtet, dass die Apostel von Jerusalem nach Samarien hinab gehen, um den Menschen, die gläubig geworden waren, die Hände aufzulegen, damit sie den Heiligen Geist empfangen möchten. Die Menschen dort waren bereits getauft worden. Als die Apostel dort hinkommen und mit den Menschen beten, empfangen diese den Heiligen Geist. Es wird uns weiter nichts von außerordentlichen Kennzeichen dieser Erfüllung mit dem Heiligen Geist berichtet.

Jedoch muss auch hier etwas Sichtbares vorgelegen haben, denn Simon, der Zauberer, bietet den Aposteln Geld an, damit sie ihm die Fähigkeit verleihen, mit Menschen zu beten, damit sie den Heiligen Geist empfingen. Folglich muss Simon deutlich gemerkt haben, dass die Menschen den Heiligen Geist empfangen haben, während die Apostel mit ihnen beteten.

Es ist also anzunehmen, dass auch hier die Menschen bei der Erfüllung mit dem Heiligen Geist in neuen Sprachen gesprochen haben oder geweissagt haben. Andere Zeichen wären bei einer Erfüllung mit dem Heiligen Geist sonst nicht so unmittelbar sichtbar geworden.

3. Apg. 9,17-18: Saulus, der später Paulus heißt, wird durch die Handauflegung des Ananias mit dem Heiligen Geist erfüllt. Er wird dadurch wieder sehend und macht sich sofort auf, sich taufen zu lassen. Es wird uns hierbei nicht berichtet, ob Paulus noch eine weitergehende Erfahrung mit dem Zungen- oder Sprachenreden gemacht hat. Jedoch wird uns von ihm später berichtet, dass er „mehr in Zungen redet als alle anderen” (1.Kor. 14, …)

4. Apg. 10,44-48: Während Petrus im Haus des Kornelius predigt, fällt mitten in seiner Verkündigung der Heilige Geist auf die Anwesenden, die das Wort Gottes hören. Diese sind die ersten Nichtjuden, von denen berichtet wird, dass sie den Heiligen Geist empfangen. Hier geschieht der Empfang des Heiligen Geistes allerdings ohne Handauflegung.

Kennzeichen und Erklärung der Erfüllung mit dem Heiligen Geist sind in Vers 46 zu finden. Die versammelten Personen im Haus des Kornelius reden in anderen Sprachen und erheben Gott. Dies ist für Petrus ein klares Zeichen für den Empfang des Heiligen Geistes. Auch diese Menschen waren bei dem Empfang des Heiligen Geistes noch nicht getauft. Petrus befiehlt in diesem Fall sogar, dass man diese Menschen umgehend taufen soll.

5. Apg. 19,1-7: Nachdem Paulus die Jünger des Johannes auf den Namen Jesus getauft hat, legt er ihnen die Hände auf und betet darum, dass sie den Heiligen Geist empfangen sollten. Ergebnis ist, dass 12 Männer mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, anfangen in Sprachen zu reden und beginnen, zu weissagen. Dies wird als klares Erkennungsmerkmal für die Erfüllung mit der Kraft des Heiligen Geistes gegeben.

Zusammenfassend zu allen Ereignissen können wir sagen:

  • In etlichen Fällen wird im Zusammenhang mit der Erfüllung mit dem Heiligen Geist davon berichtet, dass die Menschen in neuen Sprachen redeten und weissagten.
  • Der Empfang des Heiligen Geistes kann durch Handauflegung geschehen, kann aber auch ohne diese Handlung passieren.
  • Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist kann vor oder auch nach der Wassertaufe geschehen. Die in Apg. 2,38 vorgegebene Regel, nämlich zuerst Buße, dann Taufe und dann der Empfang des Heiligen Geistes, ist von daher scheinbar nicht als absolute Reihenfolge vorgeschrieben.
  • Der Empfang des Heiligen Geistes kann uns in den Lobpreis und das Erheben der großen Taten Gottes hineinführen.

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